Das Projekt

Philosophie
Regionale Energien nutzen und Klima schützen:
Die Sicherung einer zukunftsorientierten Energieversorgung und der Klimaschutz sind eine der größten aktuellen Herausforderungen, denen die Menschheit gegenüber steht.

Idee
Nachhaltig Zeichen setzen mit unserem Bioenegiedorf:
Die Haushalte werden über ein Nahwärmenetz versorgt, dessen Energie mit regenerativen Brennstoffen am Ortsrand erzeugt wird.
Landwirtschaftliche Ressourcen in Form von Abwärme aus der Biogasanlage Loserhof GbR und eine mit Holz aus der heimischen Forstwirtschaft betriebene Heizzentrale bilden die Grundlage für unser strategisches Nachhaltigkeitsprojekt, schützt Klima und Umwelt und verzichtet auf teure globale begrenzte Brennstoffe wie Öl oder Gas.

Projekt:
Durch das Angebot vom Biogaslandwirt Christoph Loser die Abwärme aus seiner Biogasanlage nutzbar zu machen, wurde das Projekt ins Leben gerufen:
Als sich abzeichnete, dass die Dimensionen des Nahwärmeprojektes seine Möglichkeiten übersteigen würden, bat er den langjährigen Bürgermeister von Römerstein, Herrn Hans Sigel um Unterstützung. Eine Arbeitsgruppe mit Hans Sigel, Christian Class, Christoph Loser und Rainer Buck wurde gegründet um das Projekt „Neue Energien für Römerstein – Regionale Energien Nutzen“ an die Bürgerschaft heranzutragen und die Machbarkeiten abzuklären.
Nach zwei Bürgerversammlungen kam es am 31.Januar 2013 zur Gründung der Bürgergenossenschaft „NER“ Neue Energie Römerstein e.G.
Die Genossenschaft beauftragte das Ing.-Büro Fritz Planung GmbH (Bad Urach) mit der Konzeptentwicklung und Vorplanung. Die Ergebnisse dieser Machbarkeitsstudien waren positiv, damit konnte das Nahwärmeprojekt gestartet werden.
Inhalt des Nahwärmeprojektes ist die Nutzung der freien Wärmeleistung der dorfnahen Biogasanlage (Inbetriebnahme 2009, 378 kWel, 472 kWth, davon ungenutzt 338 kWth) für eine kostengünstige und umweltfreundliche Wärmeversorgung von möglichst vielen Wohnhäusern in den beiden Wohngebieten „Über -Berg“ und „Höhe“, die in ihrer Ausdehnung fast bis zur Biogasanlage reichen.
Um das Wärmeangebot der Biogasanlage aus der Kraftwärmekopplung möglichst weitreichend zu nutzen werden für die Mittellast und Volllast zusätzlich zwei Hackschnitzelkessel (je 400 kW) installiert; die Hackschnitzel für deren Betrieb stammen aus der Sammlung von örtlichem Baum- und Strauchschnitt und Waldrestholz aus den lokalen Wäldern.
Mit der Kombination aus Wärme der Biogasanlage und den zwei Holzhackschnitzelkesseln sind Versorgungssicherheit und Spitzenlastdeckung gewährleistet.
Um die 120 Nahwärmeinteressenten mit Wärme zu versorgen wird ein Wärmenetz mit einer Gesamtausdehnung von 5,2 km gebaut (Hauptleitungen 2,6 km, Hausanschlussleitungen 2,6 km, Gesamtlänge somit 5,2 km
Versorgt werden überwiegend EFH und wenige ZFH und kleine MFH, die bisher die Raumwärme und das Warmwasser fast durchgängig mit Heizöl erzeugen (am Ort gibt es kein Erdgasnetz). Es wird mit einem Nahwärmeabsatz von 2700 MWh/a gerechnet.
Die Ausdehnung des Nahwärmenetzes orientiert sich an der Reichweite der KWK-Wärme und der lokal kostengünstig verfügbaren Hackschnitzelmengen.
Der Nahwärmeabsatz ist durch Wärmelieferungsverträge mit den Hausbesitzern abgesichert.
Mit dem Bau des Nahwärmenetzes und der Heizzentrale wurde im Juni 2014 begonnen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist bis Ende November 2014 geplant.
Das Projektziel, nachhaltig die Energiekosten zur reduzieren, wird durch die Umstellung auf wirtschaftlich kalkulierbare Energiepreise für regenerative regionale Brennstoffe erreicht und dient damit dem Ressourcen- und Klimaschutz.
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